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Trauringe: Die wichtigsten Materialien im Überblick

“Nimm den goldenen Ring von mir, dam dam” – so sang Drafi Deutscher 1965 in seinem Superhit “Marmor, Stein und Eisen bricht”. Gold, vor allem Gelbgold, ist nach wie vor der Klassiker bei der Auswahl von Trauringen. Aber es gibt alternative Edelmetalle, zum Beispiel Rot- oder Roségold, Weißgold und Platin. Moderne Schmuckdesigner verwenden für Trauringe Carbon, Titan, Palladium und Edelstahl. Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Materialien? Hier ein kleiner Überblick mit den wichtigsten Eigenschaften.

Trauringe aus Gold

Gold ist seit Menschengedenken der Inbegriff von Wert und Beständigkeit. Goldene Ringe haben deshalb eine hohe Symbolkraft. Reines Gold (Feingold) ist aber für die Schmuckherstellung wenig geeignet, weil es zu weich ist. Üblich sind Legierungen, zum Beispiel mit Silber oder Kupfer. Den Reinheitsgrad erkennt man an der eingestempelten Zahl. Die meisten Trauringe werden aus Gold 585 (58,5 % Goldanteil) oder 750 (75 % Goldanteil) gefertigt. Je größer der Goldanteile, desto wahrscheinlicher gibt es im Laufe der Zeit sichtbare kleine Beschädigungen. Solche Spuren der gemeinsamen Zeit sind normal, schließlich legen die meisten Eheleute ihre Trauringe nie oder fast nie ab.

Das Mischen von Gold mit anderen Materialien erlaubt nicht nur höhere Festigkeit, sondern gestattet auch eine größere Farbauswahl. Durch Beimengen von Kupfer lassen sich beispielsweise rötliche Farben in Richtung Apricot oder nahe dem Hautton herstellen. Palladium oder Silber entfärben den Ring, das Ergebnis ist modernes Weiß- oder Graugold. Solche Farbvarianten eignen sich vor allem bei heller Haut. Interessant sind auch mehrfarbige Kombinationen verschiedener Legierungen. Am besten ist, diese Ringe vor dem Kauf am eigenen Finger zu betrachten und zudem auf mögliche Allergien zu achten. Vor allem bei Zumischung von Nickel kann es zu unerwünschten Reaktionen der Haut kommen.

Widerstandsfähiges Platin und Palladium

Diese Metalle stammen aus derselben Familie und teilen sich deshalb viele Eigenschaften. Sie sind robust und gut zu verarbeiten, selbst bei hoher Reinheit (Platin bzw. Palladium 950). Palladium ist bei vergleichbarer Härte deutlich leichter als Platin und deshalb beliebt, wenn die Träger Wert auf ein geringes Gewicht des Rings legen. Wie beim Weißgold passen Platin und Palladium besonders gut zu heller Haut. Bei dunklerer Hautfarbe bietet das Silbergrau einen auffälligen Kontrast, der durchaus reizvoll sein kann.

Edelstahl für Preisbewusste

Selbst bei langjähriger harter Beanspruchung werden Tragespuren an Edelstahlringen eher unauffällig bleiben. Viele Menschen lieben das etwas klobigere Design, in dem viele Ringe aus Edelstahl gefertigt werden. Außerdem mag der günstige Materialpreis für junge Paare ausschlaggebend sein für die Auswahl von Edelstahl. Aber auch auf Basis von Edelstahl lassen sich kleine Kunstwerke fertigen, zum Beispiel durch Kombination mit Gold oder Edelsteinen. Das erhöht aber den Preis und geht zu Lasten der Robustheit.

Titan und Carbon – nicht nur für Technik-Freaks

Titan kennt man aus Raumfahrt und Medizintechnik, Carbon zum Beispiel als Material der Cockpits von Formel-1-Rennwagen. Festigkeit, Stabilität und geringes Gewicht sind beiden Hightech-Stoffen gemein. Während Titan eine ähnliche silbergraue Farbe wie Weißgold, Platin und Palladium aufweist, ist Carbon (zu Deutsch Kohlenstoff) vollkommen schwarz. Carbon hat eine leicht strukturierte Oberfläche, die matt oder glänzend aufbereitet werden kann. Ein vollflächig schwarzer Ring ist sicher nicht jedermanns Sache. Carbon wird deshalb – wie auch Titan – häufig in Bicolor-Ringen verarbeitet. Zusätzlich oder alternativ sind auch glänzende Steine als Kontrast zur schwarzen Oberfläche schön anzusehen.

Bild: Imam Motret / Pexels

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