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Alarmanlagen: Welche Systeme existieren, wo liegen die Unterschiede?

Rund 43 Prozent der versuchten Wohnungseinbrüche schlagen fehl, weil die Einbrecher an der Sicherheitstechnik scheitern, heißt es in der Polizeistatistik. Welche Alarmanlagen also gibt es und worin unterscheiden sich die Systeme? Verkabelte Alarmanlagen waren bis Ende des 20. Jahrhunderts die einzige technische Lösung. Bewegungsmelder und Kamerasysteme geben dabei per Draht ihre Beobachtungen an die Alarmzentrale weiter. Bis heute wird dieses System meist im Gewerbe genutzt, wo auf Firmengeländen große Distanzen zu überbrücken sind.

Funkalarmsysteme und Hybridlösungen

Moderne Funkalarmsysteme haben den großen Vorteil, dass nicht extra Leitungen gelegt werden müssen (hier mehr dazu). Die einzelnen Komponenten des Systems geben ihren Alarm per Funk an das Zentralgerät weiter. Da Bewegungsmelder, Kameras, Glasbruch- und Rauchmelder auch batteriebetrieben sein können, lassen sie sich nahezu überall ohne großen Aufwand installieren. Die Alarmzentrale löst dann gegebenenfalls akustischen und Lichtalarm aus. Sie kann auch selbstständig die Polizei oder den Sicherheitsdienst informieren.

Von Hybridalarmanlagen spricht man, wenn Funk und Kabel kombiniert werden. Diese Technik bietet sich etwa an, wenn eine bereits bestehende Alarmanlage erweitert werden soll. Ein weiterer Vorteil sind geringere Kosten, da kabelgebundene Komponenten meistens preiswerter sind als Funksysteme.

Das Internet macht es möglich: IP-basierte Gefahrenmeldeanlagen

Das sogenannte “Internet der Dinge” macht auch einen neuen Typus von Alarmanlagen möglich. Wie hier zu lesen ist, kommunizieren im Smart Home die einzelnen Komponenten der Gefahrenmeldeanlage dabei über das Internet mit der Alarmzentrale, daher der Begriff IP-basiert. Bei dieser Lösung können Sie die Überwachungsergebnisse in Echtzeit auf Ihren Computer, Tablet oder Smartphone übertragen (“streamen”) lassen. Wer beispielsweise auch ein Babyfone integrieren möchte, wird es schnell schätzen lernen, so unnötige Fehlalarme zu verhindern. Ein Nachteil sollte aber nicht verschwiegen werden: Fällt das Internet aus oder ist gestört, funktioniert dieser Typ von Alarmanlage nicht mehr oder nur eingeschränkt. Ein großer Vorteil aber ist wie bei den Funkalarmanlagen, dass die einzelnen Bausteine des Alarmsystems schnell und einfach fast überall montiert werden können.

Bild: bigstockphoto.com / ilfede

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